Wertschätzung I

Mehr und mehr wird mir bewusst, wie wichtig es ist, dass sich Menschen gegenseitig wertschätzen. Dass sie mindestens einmal mehr etwas Gutes übereinander und zueinander sagen, als Negatives. So eine Art minimum-51%- Regel.

Deutschland scheint ein Land der negativ- konotierten Kommunikation zu sein. Menschen schauen sich in erster Linie mit einem defizitären Blickwinkel an. Medien berichten eher über Katastrophen, denn über Erfolge. Politiker kritisieren mehr, als sie Vision und Begeisterung für unsere Gesellschaft vermitteln. In den Kirchen predigt man uns unsere Sündhaftigkeit, unsere Bedürftigkeit. Man malt uns schwarz um uns zu überzeugen, dass wir Hilfe brauchen.

Was wäre denn, wenn wir das anders halten würden. Was, wenn wir uns gegenseitig über unsere Stärken feedbacken würden ? Was wenn unsere Politiker uns von unserer Kraft als Gesellschaft überzeugen würden ? Was, wenn unsere Kirche, anstatt uns als kleine Sünder zu behandeln, unsere Guten Seiten in uns bestärken würden ?

Wäre das so schlimm ? Mal ehrlich, was wäre das Schlimmste, was passieren würde, wenn unsere Gesellschaft von Wertschätzung und Ressourcenorientierung geprägt wäre. Unsere Beziehungen Orte der Ermutigung und des Gespräches über das Gute wären ?…

~ von sir66 am Oktober 26, 2008.

4 Antworten to “Wertschätzung I”

  1. Hi Josha!

    Ok, hmm, was wäre das Schlimmste was dann passieren könnte? Ich denke, wenn eine Scheinwelt zusammenbricht, die man sich durch „wertschätzende“ aber realitätsferne Behauptungen aufgebaut hat. Das frustriert enorm. Ich denke z.B. an manchen Missbrauch prophetischer Gaben.

    Etwas anderes ist es, wenn man alle seine Schwäche, die Schwäche der Welt und des Menschen kennt und anerkennt, in aller Kommunikation aber bewusst das Gute überproportional betont. Das baut auf, da gebe ich Dir sehr recht!

    Ich glaub’ Dale Carnegie sagte es so: eine Kritik kann erst durch neun Lobe ausgeglichen werden. Damit Lob und Ermutigung überwiegen, müsste es also eine minimum-91%-Regel sein … krass!!

  2. Wertschätzung ist unser Lebenselixir. Menschsein ist mehr begründet in Wertschätzung als im hierarchischen Wertedenken. Nicht nur Deutschland leidet unter mangelnder Wertschätzung in der Gesellschaft, alle Länder sind davon betroffen.
    Unsere Gesellschaft beruht auf der Werte Hierarchie. Nur wer stärker, besser, reicher ist erhält Wertschätzung. Mit Geld drücken wir unsere Wertschätzung aus. Was mehr kostet ist mehr wert. Wer mehr Lohn erhält ist mehr wert.
    Ich arbeite seit Jahren an der Idee der Wertschätzungsgesellschaft SIKANTIS http://www.sikantis.org, in der die Gesellschaft auf Wertschätzung basiert ist. Dort erhalten alle Menschen die gleiche Wertschätzung für ihr Dasein und für ihre Arbeit für die Gesellschaft.
    SIKANTIS ist ein Ort der Gerechtigkeit und des Wohlstands.

  3. Hey Joscha… schön hier mal wieder was von Dir zu lesen, lange nicht gesehen und gehört! Hoffe Dir gehts gut! Lass uns mal treffen, würde mich freuen! Wie kann man Dich denn mailtechnisch erreichen? Hab gerade nur alten Adressen… Grüße MARK

  4. joshaeisenhut(at)web.de
    0176-83046430

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