Elite
•November 29, 2008 • 3 KommentareProfil sozialarbeiterischen Handelns
•November 23, 2008 • Kommentar schreiben1. Professionsgegenstand
Soziale Arbeit bearbeitet soziale Probleme. Menschen befinden sich zeit ihres Lebens in Inklusions- und Exklusionsprozessen. Soziale Arbeit unterstützt Menschen, mit den Herausforderungen, welche durch ihre soziale Umwelt an sie herantreten, erfolgreich im Sinne eines sinnstiftenden und selbstbestimmten Lebens umzugehen, ohne dabei ihre soziale Integration zu verlieren. Integration ist dabei in zwei Richtungen möglich. Auf der ersten Weise integriert sich ein Individuum in seine Umwelt, auf der zweiten Weise wird das soziale Umfeld in seinen Wirklichkeitskonstruktionen für den individuellen Weg eines Individuums geöffnet. Soziale Arbeit hat zum Ziel, soziale Problematiken zu lindern, zu verhindern, zu beseitigen oder im Sinne einer Umdeutung zu integrieren.
2. Adressaten sozialer Arbeit
Soziale Arbeit wendet sich an Einzelpersonen, Gruppen oder soziale Systeme. In letzter Konsequenz wendet sich Soziale Arbeit an die Gesellschaft als soziales System. Gesellschaft umfassend zu gestalten- auch auf dem Wege und im System der Politik-, muss zwingend Gegenstand professioneller Sozialarbeit sein. Gesellschaft muss politisch von SozialarbeiterInnen mitgestaltet sein, um soziale Probleme zu verhindern, bevor sie auftreten können.
3. Expertise Sozialer Arbeit
SozialarbeiterInnen sind Experten für die Frage nach sozialer Integration von Einzelpersonen, Gruppen und sozialen Systemen, Gruppierungen, Schichten und sogenannten Rangruppierungen. Professionelle Sozialer Arbeit wissen, wie gesellschaftliche Veränderungen gestaltet werden müsssen, um der postmodernen Herausforderung -in der Spannung zwischen Allgemeinem und Besonderem- als Gesellschaft zu begegnen. Eine pluralistische, ausdifferenzierte Gesellschaft zu verwirklichen, dafür braucht es Professionelle sozialer Arbeit.
Über die menschliche Schöpfungskraft
•November 10, 2008 • Kommentar schreiben
Angeregt durch einen schönen Nachmittag gestern im Stadtwohnzimmer an dem wir alle mit Ton nette Dinge erschaffen haben, wird mir klar, dass es zu einem tiefen Wesenszug des Menschen gehört, schöpferisch tätig zu sein. Ich glaube sogar, dass man dem Menschen seinen Geist raubt, wenn man ihm die Möglichkeit nimmt, zu erschaffen. Gerade in der Arbeit mit Jugendlichen zeigt sich mir immer wieder, dass mangelnde Möglichkeit zum schöpferischen Handeln eine tiefe Destruktivität auslöst. Jugendliche, die nichts erschaffen können, beginnen bereits Erschaffenes zu zerstören…
Wein & Schoko / Freitag 07.11.2008
•November 3, 2008 • Kommentar schreiben
Du bringst Deinen Lieblingswein und Deine Lieblingsschokolade mit, und teilst diesen mit anderen Leuten, welche ebenso Wein- und Schokoladenbegeistert sind. Bei Vintage-music (80er, 90er und noch mehr Vergangenem verbringst Du einen chilligen Abend, probierst die Lieblingsweine und Lieblingsschokos der Partycommunity und lernst über deren geschmacklichen Vorlieben ein paar neue Leute kennen.
Das ganze startet um 18.30 Uhr mit gediegenem Einstieg mit einem nachdenklichen Weinfilm und lecker Abendessen.
Willkommen in der Datscha- dem Stadtwohnzimmer.
Alicenstr. 5/ Darmstadt
im Hinterhof
Männliches Personal gesucht…
•November 3, 2008 • Kommentar schreiben
…falls Du Erzieher , Sozialpädagoge oder Dipl- Pädagoge oder Dipl. Psychologe bist und Lust hast, auf ein neues Projekt in der stationären Jugendhilfe, welche sich als Angebot für männliche Klienten im Kernalter von 13- 16, welche von Problematiken im Kontext von delinquentem Verhalten betroffen sind, dann solltest Du Dich melden !
Du solltest möglichst Erfahrungen in der stationären Jugendhilfe haben, oder in einem verwandtem Bereich, offen sein für männlich-initiatorische Arbeit und Dich von jeglichem religiösen Fundamentalismus distanzieren können.
Geboten wird Dir die Möglichkeit, von Anfang an an der Konzeption dieses Projektes mitzuarbeiten, und bei erfolgreicher Implementierung dessen auf einer für Dich mitgeschneiderten Stelle arbeiten zu können. Wichtig ist, dass Du ein Gefühl hast für explizit auf männliche Entwicklung angelegte Angebote und pädagogische Arbeit für Jungen im der stationären Jugendhilfe.
Melden kannst Du Dich unter: joshaeisenhut(at)web.de
Sich selbst wertschätzen
•November 3, 2008 • 1 Kommentar
Wie denkt man eigentlich über sich ?
Als ich ein Kind war, brachte man mir bei, abends vor dem Schlafengehen, alle meine Sünden vor Gott zu bekennen und um Vergebung zu bitten. Nun ja, ich christlichen Kreisen ist es normal, um Vergebung für seine Fehler zu bitten. Soweit erst einmal gar nicht so tragisch. Ein negativer Nebeneffekt jedoch ergab sich aus dem Umstand, dass ich von klein auf, mich abends mit meinen Fehlern und meinen Defiziten beschäftigte. Diese defizitäre Beschäftigung mit sich selbst hielt sich sehr lange. Ich glaube, dass es ziemlich menschlich ist, sich selbst häufig von einem negativen Standpunkt zu reflektieren. Man denkt über sich nach, indem man über seine Fehler nachdenkt.
Sich selbst zu wertschätzen, heißt für mich in diesem Kontext, sich mehr mit seinen Stärken zu beschäftigen. Eine Möglichkeit dabei ist, sich jeweils abends und morgens kurz mit seinen Erfolgen, seinen positiven Ressourcen, den schönen Seiten des eigenen Charakters und mit den schönen Begegnungen und Erlebnissen zu beschäftigen. Der Effekt, welcher daraus entsteht ist zunächst mal, dass man gutgelaunt einschläft und morgens gutgelaunt in den Tag startet. Der langfristige Effekt ist ein positives Bild über sich selbst,…
Wertschätzung I
•Oktober 26, 2008 • 4 KommentareMehr und mehr wird mir bewusst, wie wichtig es ist, dass sich Menschen gegenseitig wertschätzen. Dass sie mindestens einmal mehr etwas Gutes übereinander und zueinander sagen, als Negatives. So eine Art minimum-51%- Regel.
Deutschland scheint ein Land der negativ- konotierten Kommunikation zu sein. Menschen schauen sich in erster Linie mit einem defizitären Blickwinkel an. Medien berichten eher über Katastrophen, denn über Erfolge. Politiker kritisieren mehr, als sie Vision und Begeisterung für unsere Gesellschaft vermitteln. In den Kirchen predigt man uns unsere Sündhaftigkeit, unsere Bedürftigkeit. Man malt uns schwarz um uns zu überzeugen, dass wir Hilfe brauchen.
Was wäre denn, wenn wir das anders halten würden. Was, wenn wir uns gegenseitig über unsere Stärken feedbacken würden ? Was wenn unsere Politiker uns von unserer Kraft als Gesellschaft überzeugen würden ? Was, wenn unsere Kirche, anstatt uns als kleine Sünder zu behandeln, unsere Guten Seiten in uns bestärken würden ?
Wäre das so schlimm ? Mal ehrlich, was wäre das Schlimmste, was passieren würde, wenn unsere Gesellschaft von Wertschätzung und Ressourcenorientierung geprägt wäre. Unsere Beziehungen Orte der Ermutigung und des Gespräches über das Gute wären ?…
Engel mein – inspired by BenX
•Oktober 21, 2008 • Kommentar schreibenwann kommst du
heilst mich.
wann spür ich
deine hände
wann kommst du
verstehst mich
sehn`n deine augen
in mich
wann wirst du
da sein
wann wirst du
realität.
Hymnen an die Nacht
•Oktober 14, 2008 • Kommentar schreiben“Hinüber wall`ich
und jede Pein
wird einst ein Stachel
der Wollust sein…”
Novalis
Der große Coup…
•April 8, 2008 • 6 KommentareIch sitze im Jugendgericht. Drei Jungs im Alter von 15 Jahren sind u.a. angeklagt, etwa 20 Mercedessterne abgebrochen zu haben.
Die Jugendrichterin, welche ich sehr schätze, fragt die Jungs, warum sie dieses getan hätten. “Eine Mercedessternkette wollten sie damit basteln. Für jeden der drei eine.” Auf die Frage, wofür dieses sinnvoll wäre, antworten die Jungs, dass sie damit angeben wollten.
Sowohl Staatsanwältin, als auch Richterin begreifen den “Sinn” dieser Tat nicht. Für sie steht fest, dass die Jungs die Tat aus Langeweile begangen haben.
Mir selbst kommt ein anderer Gedanke: Ich muss an alte Indiandergeschichten denken. An junge Krieger, die sich im Kampf und auf der Jagd auszeichnen und stolz Ketten aus Bärenkrallen tragen, welche sie sich in einem ehrlichen Kampf erworben haben. Ich denke im Jugendgerichtssaal an Adlerfedern, Coupstäbe und Narben auf den Körpern von jungen Kriegern. Und denke dann ganz kurz daran, in meinem möglichen Abschlußstatement darüber zu reden. Über die mangelnde Möglichkeit für junge Männer, sich in unserer Gesellschaft auszuzeichnen. Sich zu beweisen. Die Chance zu bekommen, sich ihrer Männlichkeit sicher sein zu können. Ich lasse es. Zu sehr fühle ich mich allein. Jugendrichterin, Staatsanwältin, zwei Damen von der Jugendgerichtshilfe. Ein Gerichtssaal voller Frauen. Auf der Anklagebank drei ungeschliffene, orientierungslose Jungs. Ich halte meinen Mund, denn ich glaube nicht daran, verstanden zu werden. Habe ich meinen Coup verpasst ? Vielleicht. Jedoch vielleicht ist dieser Gedanke, dieses Gefühl, das mir im Gerichtssaal durch Kopf und Herz zuckt zu unvorbereitet, zu wage in diesem Moment, als es in einem Jugendgerichtsverfahren auszusprechen…

